No more Clara Soft

Tomb Raider war noch nie per se ein Kinderspiel, sowohl im bildlichen wie wortwörtlichen Sinn.

Allein der Gedanke an die blockigen Saurier des dritten Teils reichte jedenfalls, um uns damals wie von Angst versteinert an der Tastatur sitzen zu lassen, unwillig Laras karikaturhaften Korpus auch nur einen Bildschirm-Centimeter weiter zu bewegen. Die Reaktion auf die später auftauchenden T-Rex (oder was auch immer die Mehrzahl von Tyrannosaurus Rex sein mag) könnt ihr euch wohl vorstellen.

Aber auch wenn keine ober-kreidischezeitlichen Riesenechsen involviert waren hatte die gute Lady Croft alles andere als leichtes Spiel. Neben der Tatsache, dass alle Tiere der einheimischen Fauna sie tot sehen wollten – und das nicht nur wenn sie Fleischfresser waren – auch allerlei Einheimische wollten die britische Lady tot sehen. Natürlich sind Ruinen antiker, versunkener Kulturen auch nicht gerade der Ort an dem man einen Kindergarten für glasknöchige Bluter eröffnen würde:

Giftpfeile, Flammenwerfer, sich aufeinander zu bewegende Wände (wahlweise mit Stacheln), rollende Felsbrocken und viele tiefe, tiefe Abgründe; um nur die wesentlichsten Schikanen zu nennen.

Man könnte im Falle Tomb Raider schon fast von einer S&M Beziehung sprechen, allerdings ohne den unangenehmen masochistischen Teil. Aus persönlichen Erinnerungen kann ich nur sagen das der Drang Lara aus reiner Neugier oder einfach nur um des satten Knackgeräusches beim Aufschlag, im Kopfsprung auf harten Stein aufprallen zu lassen doch größer ist als ich es gerne zugeben würde.

Wenn man sich jetzt das bis jetzt veröffentlichte Material zum bald anstehenden Tomb Raider Reboot anschaut, kommt man nicht umhin zu, dass den neuen Entwicklern bei Sqare Enix anscheinend genau das aufgefallen ist.

Nachdem zu urteilen was bis jetzt vom bald anstehenden Reboot der Serie im Netz zu sehen ist, geht man nämlich mehr in Richtung Realismus. Das heißt nicht nur das Laras Oberweite nicht mehr mehr groß genug ist ihr das Kreuz zu brechen (übrigens auch ein Indiz für die Fetischaffinität der Serie spricht, neben diesen komischen Pin Ups [siehe oben]), sondern in erster Linie, dass misslungene Sprünge und andere Stürze jetzt härtere Folgen haben. Allein im dreieinalb Minuten langen Trailer wird Lara fast verbrannt, durchbohrt und beinahe von Piraten vergewaltigt, nach Aussage der Entwickler um Lara „verletzlicher“ zu machen.

Letzen endes bleibt es natürlich jedem selbst überlassen zu entscheiden wie diese Designentscheidung zu bewerten ist. Wenn ihr aber mich fragt – wovon ich jetzt basierend auf der Tatsache dass ihr auf meinem Blog seid einfach mal ausgehe – ist es offensichtlicherweise ein Versuch das Tomb Raider Image umzukrempeln, ob es jetzt ein weiterer Schritt in Richtung pädo-SM Fantasie ist oder eine logische Reaktion auf den veränderten Markt, ist ja auch egal, bis Tomb Raider 2013 rauskommt bleibt euch ja noch ein bisschrn Zeit zu entscheiden ob ihr nach dem Controller oder eurem „Joystick“ greift.

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